SVP
Kreis Werdenberg SG

Schweizerische Volkspartei
SVP Sevelen


Flugblatt:

Grösste Brückendichte am Alpenrhein

Sowohl in der Gemeinde Sevelen als auch in Wartau gibt es bereits heute je zwei Übergänge für Fussgänger und Radfahrer über den Rhein. Davon können etwa die Gemeinden Buchs und Schaan nur träumen. Würde das Projekt "Brückenschlag" realisiert, so gäbe es auf einer Distanz von nur 2,5 km drei Brücken, deren zwei ausschliesslich den Fussgängern und Radfahrern zur Verfügung stünden. Eine Strecke von 2,5 km kann sowohl Radfahrern als auch Fussgängern zugemutet werden, zumal es sich ja um Freizeitaktivitäten handelt.

Die Mär von der geschenkten Brücke

Die Befürworter wollen uns weismachen, die fragliche Brücke sei ein grosszügiges Geschenk Liechtensteins zum 200-Jahr Jubiläum des Kantons St.Gallen. Tatsächlich handelt es sich aber weder um ein offizielles Projekt zum Kantonsjubiläum noch um ein Geschenk. Der Kanton St.Gallen sowie die Gemeinden Wartau und Sevelen zahlen rund einen Drittel, nämlich 616'000 Franken an den Bau der geschenkten Brücke, obwohl sich deren Nutzen für die Bevölkerung diesseits des Rheins in Grenzen hält. Zudem schweigen sich die Behörden geflissentlich über die nicht zu unterschätzenden jährlichen Folgekosten, wie z.B. Beleuchtung, Schneeräumung, weitere Wintermassnahmen, Reinigungsdienst, Malerarbeiten usw. aus.

Steuergeld im Überfluss?

Die Befürworter argumentieren, der Beitrag der Gemeinde Sevelen mache ja  nur  5% der Gesamtkosten aus. Für die Gemeinde Sevelen sind 108'000 Franken ein nicht unerheblicher Betrag, der andernorts sinnvoller eingesetzt werden könnte. Offenbar ist auch die Meldung über die prekäre Situation der Kantonsfinanzen noch nicht bis in die Rathäuser von Sevelen und Wartau durchgedrungen. Nur so lassen sich Aussagen wie jene von Hans Leuener auf Radio Ri am 21.10.2002 erklären: "Wenn wir das Geld (beim Kanton) nicht holen, so holen es andere".

Rummelplatz - nein danke!

"Sicherlich hat die Gemeinde Triesen ein Interesse an der neuen Rheinbrücke: der Naherholungsraum von Triesen wird schlagartig um ein Vielfaches vergrössert. Beim Sportplatz/Swarovski Triesen stehen sehr viele Parkplätze zur Verfügung. Also ist ein hoher Benutzungsgrad der Cholau von Triesner Seite aus vorprogrammiert." (Georg Sele, Präsident VCL, im W&O vom 1.02.02).
"Die Befürchtung, dass das Gebiet Weite-Wartau
(Heuwiese) zum Rummelplatz und zum Hundeklo verkommt, ist meiner Ansicht nach berechtigt. Ich hoffe, dass ich noch möglichst lange vom schönen Triesenberg in die herrliche Landschaft am Fusse des Alviers hinüberblicken und mich daran freuen kann, dass die Eidgenossen jenseits des Rheins Sorge tragen zu ihrem Lebensraum." (Klaus Schädler, Triesenberg, im W&O vom 18.10.02)

 

So geht es nicht!

Über den Bau der Hängebrücke haben die Gemeinderäte von Wartau, Sevelen und Triesen im Alleingang entschieden. "Brückenstandort steht nicht zur Diskussion" so hiess es im Faltprospekt lapidar - ein offener Dialog ist offenbar nicht erwünscht.

Der Bürger soll entscheiden!

Die Behörde von Wartau weigerte sich eine Grundsatzabstimmung über den Bau der Brücke durchzuführen. Eine grosse Anzahl Bürger von Wartau und Sevelen haben mit der Unterzeichnung des Finanzreferendums erreicht, dass die Beiträge der beiden Gemeinden am 9. Februar vors Volk kommen. Der Kanton hat zugesichert, dass ein allfälliger Urnengang über den Finanzbeitrag einer Grundsatzabstimmung über das Projekt gleichkommt.

Seveler Bürger entscheiden frei!

Hans Leuener meinte zwar, eine "Ablehnung wäre peinlich" (W&O vom 19.09.02) und Beat Tinner verkündete sogar: "Ich würde es fast als Affront gegenüber Liechtenstein empfinden, sollten wir das Projekt nicht realisieren können." (W&O vom 10.08.02). Wir meinen, Seveler Bürgerinnen und Bürger wissen was gut ist für die Gemeinde und lassen sich nicht unter Druck setzen.

Ein Zeichen setzen!

Setzen wir mit einem klaren NEIN zum Kredit von 108'000 Franken für den Bau der Brücke Wartau-Triesen ein deutliches Zeichen  
-für die Erhaltung einer einzigartigen Auenlandschaft
 
-für den haushälterischen Umgang mit begrenzten Mitteln
-für den offenen Dialog zwischen Behörden und Bürgerschaft
-für mehr Bescheidenheit, gegen teure Denkmäler

Fuss- und Radwegbrücke Wartau-Triesen vors Volk

                                                                                            SVP Sevelen